© Rundadinella, 2004
     
  Presse
     
Augsburger Allgemeine vom 4. Juli 2002:
 

Klänge von Klarheit, Strenge und Wärme

Vokalensemble Rundadinella und Organist Christoph Röttinger in St. Sebastian

(ött). Monteverdi und Kollegen hätten ihre Freude daran gehabt – am Vokalensemble Rundadinella anlässlich seines Konzerts in St. Sebastian. Auf dem Programm standen Werke von der Renaissance bis zur Moderne, von Allegri, Sweelinck, Mendelssohn, Kaminski, Monteverdi, Reger und anderen.

    Gegründet wurde Rundadinella 1991 zum Historischen Bürgerfest. Sein breit gefächertes Repertoire umfasst weltliche und geistliche Chorliteratur, von gregorianischen Chorälen, Werken der Renaissance bis zu romantischen und zeitgenössischen Kompositionen. Es fehlen auch nicht Spiritual und Pop. Die Sängerinnen und Sänger kommen aus Augsburg und der näheren Umgebung. Die Besonderheit und Grundidee des Chores ist es, Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, Stücke ihrer Wahl selbst mit der Gruppe zu erarbeiten und aufzuführen.
    In diesem Sinne liegt die musikalische Leitung derzeit bei vier gleichberechtigten, singenden Chorleitern: Herbert Deininger, Maria Deil, Ursula Mayer und Gertraud Winter. Mit wunderschönem Sopransolo (Stefanie Mayer) und Stereoraumwirkung (der Chor im vorderen Kirchenraum, einige Mitwirkenden auf der Empore) erklang etwa das "Miserere" (Psalm 51) von Gregorio Allegri (1582-1652) auf bemerkenswert hohem Niveau.
    Zwischen den Werken las Herbert Bruggner moderne Psalmdichtungen – so Spangenbergs "Wie der Himmel sich spannt" (Psalm 57 und 148) und die indische Legende "Musik".
    Claudio Monteverdis "Laudate pueri" war erfüllt von expressiver Sangesfreude, dramatisch und voll rhythmischer Klarheit und Strenge. Dieser Chor besitzt Stimmen mit Volumen und hat jugendlich dynamische Frische. Dabei entsteht Klangfarbigkeit bei hoher künstlerischer Professionalität.
    Der Organist Christoph Röttinger entwickelte beim "Ach Gott, erhör mein Seufzen" von Johann Ludwig Krebs (1713-1780) und der "Cantilene" von Théodor Dubois (1837- 1924) expressiven Orgelton und weichfließenden Klang, Mit Max Regers sanft-transzendierendem "Nachtlied" verabschiedeten sich die Musiker vom begeisterten Publikum.